In den meisten Fällen passt es absolut nicht zusammen. Man denke nur an die verschiedensten stereotypischen Darstellungen von Informatikern, Maschinenbauern und VWLern.
Immer wieder die gleichen Gesichter und Körper. Ungepflegtes Äußeres, schäbige Schlabbershirts und zu kurz geratene Jeans. Dem gegenüber stehen die feinen Damen der Sprachen und Geisteswissenschaften, die der BWL dürfen natürlich auch nicht fehlen. Dort schauen dir die zukünftigen ManagerInnen und SprachwissenschaftlerInnen in die Augen. Und es ist genau der Schlag Mensch bzw. Frau, von dem du weißt, dass sie bald die Weltherrschaft an sich reißen werden, da sie immer mit so viel Ehrgeiz und Herzensfreude mit ihren Büchern in der Hand auf dem Campus herum wuseln.
Aber so ist es nicht immer. Und da lass ich mich auch gern eines Besseren belehren, aber nur, wenn der Berg auch zum Propheten kommt. Denn nur dann will ich dem Gerücht Glauben schenken, dass Informatiker Stil haben und weibliche BWL-Studentinnen nicht.
So oder so wäre es für einige Studenten aber auf jeden Fall angebracht, eine Reise ins modebewusste Italien zu unternehm
en und dort einige Tipps der Modezaren aufzuschnappen. Ob die nun aus Mailand, Rom, Venedig oder Pisa kommen, ist dabei total egal. Hauptsache die Studentenszene kommt heraus aus dem Grau und hinein in ein buntes und stylisches 2011. Raus aus dem Grau, welches Winston Smith und seine Genossen im London von 1984 umgab und hinein in die bunte und verdorbene Welt der Julia. Frei von Zwängen und ohne das Gefühl der Unterdrückung. Aber immer daran denken liebe Studis: auf euer Outfit kommt es an!
Was aber nicht passieren darf, ist die Ausartung dieses Prozesses in einen Krieg. Es geht nicht darum, wer besser oder schlechter aussieht. Niemand sieht so gut aus wie ich. Das ist klar! Ihr solltet nur alle versuchen, das Beste aus euch rauszuholen. Lasst euch nicht gehen und lasst es nicht zu einem Krieg der Kollegen kommen, denn dann ist es schon zu spät. Und wir sind wieder dort, wo wir am Anfang standen. Bei Informatikern mit Brillen und fettigen Haaren und den gutaussehenden Wirtschaftsmädels. Aber wir brauchen mehr. Viel mehr. Also hängt euch rein liebe Studis.
13. Januar 2011
Tobias
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