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Modemarke Neo: adidas geht in die Offensive

Der Sportartikel-Hersteller adidas will verstärkt junge Mädchen als Kunden gewinnen. Dies soll vor allem mit der neuen Modemarke Neo gelingen, die damit in

direkter Konkurrenz zu Läden wie H&M, Zara oder Esprit steht.

adidas-Vorstandschef Herb

ert Hainer gab am Dienstag in Moskau bekannt, dass Neo in den nächsten fünf Jahren ein Umsatzpotenzial von einer Milliarde Euro habe. In China gebe es mit Handelspartnern schon rund 1000 Neo-Läden, 26 in Russland und mehrere in Indien. Im härter umkämpften Markt in Deutschland wolle das Unternehmen in den größeren Städten zunächst zehn Läden eröffnen. Mit der Ankündigung, dass weibliche Teenies die Zielgruppe seien, greift adidas vor allem H&M, Zara und Esprit an. Das Preisniveau von Neo werde unter anderen adidas-Produkten liegen, aber dennoch deutlich über den genannten Konkurrenten. Eine erste Testphase von zwölf Monaten sei vorgesehen, sagte Hainer. Sollte die neue Modemarke in Deutschland erfolgreich sein, sollen weltweit weitere Neo-Stores eröffnet werden.

adidas zählt zu einem der weltweit führenden Sportartikelhersteller. Das aus Herzogenaurach stammende Unternehmen adidas ist börsennotiert, die adidas-Aktie ist im DAX gelistet.

adidas plant, dass die Produktion der monatlichen Neo-Kollektionen vor allem in der Türkei und einigen anderen südosteuropäischen Ländern stattfinden wird, um die Kollektionen zum einen schneller in die Läden zu bekommen und zum anderen die Auslieferungen nach Westeuropa zu verkürzen. Dafür werde die Produktion in der Türkei und den anderen südosteuropäischen Ländern weiter ausgebaut. Die Belieferung von Westeuropa könnte so innerhalb von 48 Stunden stattfinden. Zudem kommt es derzeit in den asiatischen Produktionsländern zu einem schnellen Lohnanstieg, zuletzt um 15 bis 25 %, und trifft damit auch die Rivalen Nike und Puma. Ausgeglichen wird dieser Effekt jedoch durch fallende Rohstoffkosten in den letzten beiden Monaten.

Vorstandschef Hainer erwartet aus diesen Gründen im dritten Quartal 2011 eine stabile Rohertragsmarge. Die Details werden aber erst im November bekannt gegeben. Hainer rechnet für das Gesamtjahr eine Rohertragsmarge von 47,5 bis 48 ,0 %, was etwa dem Niveau der adidas AG von 2010 entsprechen würde.

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