Wir verbringen täglich einige Minuten vor dem Kleiderschrank und überlegen uns, was wir heute anziehen sollen. An manchen Tagen wissen wir bereits zuvor relativ genau, was wir anziehen möchten, an anderen Tagen kann das schon mal ziemlich lange dauern bis wir uns für ein Outfit entschieden haben. Und dennoch treffen wir jeden Tag eine Wahl. Und wenn sich manche auch dagegen wehren oder es ihnen gar nicht bewusst ist: mit dieser Wahl entscheiden wir uns auch gleichzeitig dafür, wer wir sein möchten beziehungsweise für wen unsere Umwelt uns halten soll. Denn noch bevor wir etwas sagen, haben sich andere Menschen, denen wir begegnen, bereits ein Bild von uns gemacht. Und dieses Bild ist auch maßgeblich von unserer Kleidung bestimmt.
Für alle, die gerne mehr darüber wissen möchten, wie Mode funktioniert und was sie über uns aussagt, gibt es bis Ende Februar in Berlin eine tolle Ausstellung: FASHION TALKS. Seit Anfang Oktober geht diese Ausstellung im Museum für Kommunikation vielen Fragen rund um das Thema Mode nach. Was sagt Mode über den jeweiligen Träger aus? Wie entsteht (Gruppen)Identität durch Mode? Welche Strategien verfolgen Modehersteller, um uns von ihren Produkten zu überzeugen? Das sind nur einige Fragen, die diese Ausstellung versucht zu beantworten. Daneben informiert
FASHION TALKS über die Geschichte der Jeans – von ihren Anfängen als Arbeiterhose bis hin zum globalen Klassiker und Must-Have – über Mode und Symbole verschiedener Jugendkulturen und die Entwicklung und Bedeutung von Uniformen. Wer selber aktiv werden möchte, kann während dem Rundgang eine Jeans auf „alt“ trimmen, sein eigenes Tartan-Muster kreieren oder einen Vorschlag für eine Jugendszene einbringen. Mitmachen ist hier also ausdrücklich erwünscht.
18. Oktober 2011
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